MigraZentrum e.V.
MigraZentrum e.V.

Willkommen

... im MigraZentrum e.V. in Freiburg

"Ein Land mit nur einer Sprache und einer Sitte ist schwach und gebrechlich. Darum ehre die Fremden und hole sie ins Land."

Stephan I., der Heilige, erster König von Ungarn (975-1038)

Arbeitsfeld und Ziele

 

Das MigraZentrum e.V.

... ist eine zentrale Anlauf- und Informationsstelle für Frauen aus allen Ländern und aller Glaubensrichtungen, für die Beschneidung ein Thema ist.

Das MigraZentrum bietet unter Wahrung der Anonymität persönliche und medizinische Betreuung und Beratung. Auf Wunsch begleiten wir die betroffenen Frauen auch z.B. bei Besuchen von Ärzten/Ärztinnen, Ämtern, Hebammen und Kliniken.

Das MigraZentrum vernetzt zum Thema Beschneidung die unterschiedlichsten Kompetenzen und Adressen für Beratung, Unterstützung und Klärung in medizinischen, psychologischen, sozialen und juristischen Fragen.
So finden Frauen nach ihren individuellen Bedürfnissen richtige AnsprechpartnerInnen, die über spezielle Kenntnisse im jeweiligen Bereich verfügen.

Das MigraZentrum leistet vor allem über Vorträge, Workshops und Fortbildungen einen Beitrag zur Sensibilisierung für das Thema und die Betroffenen – vor allem bei Personen aus allen Bereichen in Deutschland, die mit dem Personenkreis von FGM/FGC-Betroffenen zu tun haben – und dadurch wichtige Arbeit zur Aufklärung über medizinische, rechtliche  und soziale Folgen.

 

Themenschwerpunkt FGM

 

Genitalbeschneidung

oder korrekter Genitalverstümmelung bei Frauen und Mädchen ist ein Ritual, das der Aufnahme der Mädchen in die Gemeinschaft der Frauen dient. Die verschiedenen Formen reichen von der Beschneidung der äußeren Labien und/oder der inneren Labien und/oder der Klitoris sowie anschließend der Vernähung der äußeren Labien, so dass nur noch eine winzige Öffnung zum Abfließen von Urin und Menstruationsblut bleibt. Die Ausscheidungen sind dadurch erheblich verzögert.
 
Die medizinischen Folgen reichen von Verbluten mit Todesfolge direkt nach der Beschneidung über narbige Veränderungen bis zu rezidivierenden aufsteigenden Infekten des Genitaltraktes, lebenslangen Schmerzen und Unfruchtbarkeit.
Für die Empfängnis bzw. bei der Geburt eines jeden Kindes braucht es abermals einen Schnitt. Danach ist es Brauch, alles wieder zu vernähen.
 
Neben den direkten körperlichen sind die seelischen Folgen weitreichender. Zudem sind oft das Vertrauen, der natürliche Umgang mit Sexualität und die alltägliche Gleichberechtigung gestört.

 

Rechtliche Situation in Deutschland

Die Beschneidung bzw. Verstümmelung weiblicher Genitalien ist schwere Menschenrechtsverletzung an Mädchen und Frauen.
Die Genitalverstümmelung galt bisher
- nach §224 StGB als gefährliche Körperverletzung, was mit einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren bestraft werden kann.
- nach §226 StGB als schwere Körperverletzung, was mit einer Gefängnisstrafe von
1 bis 10 Jahren bestraft werden kann.

- mit Todesfolge kann nach §227 StGB mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 3 Jahren bestraft werden.

NEU: § 226a
(1) Wer die äußeren Genitalien einer weiblichen Person verstümmelt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.
(2) In minder schweren Fällen ist auf Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.

Verein

 

Das MigraZentrum e.V.

… ist ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein zur Förderung von Integration und wurde 2007 gegründet.

Der Verein ermöglicht uns Aktiven ein konstantes Engagement im MigraZentrum. Für diese Arbeit sind Fachkräfte aus den Bereichen Medizin, Homöopathie, Ethnologie, Pädagogik und Theologie ehrenamtlich im Team tätig.

 

Wir setzen uns ein für ...

·     respektvolle Begegnung

·     Freiraum und Offenheit, Gemeinsamkeit und Kommunikation

·     Aufklärung zum Thema FGM/FGC

·     ein Recht auf Unversehrtheit

·     interkulturelles Verständnis und Toleranz der MitbürgerInnen für die Eigenheiten fremder Kulturen

·     Förderung von Schutz und Integration, wenn Frauen bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation in der ihnen fremden Kultur an Grenzen stoßen und mit der eigenen Kultur in Konflikt geraten.

 

Über Unterstützung ...

in jeglicher Art freuen wir uns. Kommen Sie vorbei, bringen Sie Ideen ein, empfehlen Sie uns oder helfen Sie mit einer Spende unter

IBAN

DE19 6805 0101 0012 7015 62

BIC

FRSPDE66XXX